Anlässlich der bevorstehen Europawahl ging es für die Schülerinnen und Schüler der 10d am 30.4.2024 zum Fritz-Henßler-Haus, wo sie eine interaktive Podiumsdiskussion mit und zwischen Vertreter_innen der demokratischen Parteien erwartete. 

Bevor die Plätze im Saal eingenommen wurden, hatten wir die Gelegenheit, informative Angebote im Umfeld des Hauses wahrzunehmen und unsere Kenntnisse rund um Europa und die EU unter Beweis zu stellen. Wer etwa wusste, wie viele Sterne die Flagge der EU trägt oder wie viele deutsche Gesandte im europäischen Parlament vertreten sind, durfte sich über USB-Sticks oder Socken im EU-Look freuen. 

Mit unseren Gewinnen im Rucksack verstaut, ging es nun in den Saal, wo kurze Zeit später zwei Moderatorinnen des Jugendrings Dortmund die Gäste sowie das Diskussionsformat vorstellten. Auf das Podium geladen waren die Kandidat_innen Dr. Tobias Cremer (SPD), Özlem Alev Demirel (Die Linke), Terry Reintke (Bündnis90/Die Grünen) und Thomas Schneider (FDP) sowie Dennis Radtke (CDU), der allerdings kurzfristig vorher absagen musste.

Der Schlagabtausch der Politiker_innen hat sich insgesamt über vier Themenblöcke erstreckt, die an vielen Stellen jugendpolitische Belange berührt haben. Den Auftakt machte die Frage, welche klima- und umweltpolitischen Maßnahmen es braucht, um die gesellschaftliche Transformation hin zur Klimaneutralität zu bewältigen. Unmittelbar damit waren auch Fragen der Finanzierung und der sozialen Gerechtigkeit verbunden, die im Zentrum des zweiten Themenblockes standen. Nicht weniger kontrovers war das Wortgefecht zu den Politikfeldern Krieg und Frieden und Migration, die das junge Publikum besonders stark bewegten und zahlreiche Impulse und Fragen der Schüler_innen hervorriefen.

Während der gesamten Diskussion hatten wir nämlich die Möglichkeit, vorab im Politikunterricht erarbeitete sowie sich spontan ergebende Fragen an die Politiker_innen zu richten. In diesem Sinne fungierte eine weitere Mitarbeiterin des Jugendrings als Sprechrohr und Anwältin des Publikums, indem sie unsere via WhatsApp eingereichten Fragen immer wieder in die Diskussion einstreute. So konnte das Publikum beispielsweise recht zu Beginn deutlich machen, dass die Antworten der Diskutierenden teils viel zu allgemein gehalten waren und man sich stattdessen präzisere Redebeiträge und etwa konkrete Maßnahmen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz wüscht.

Nachdem zuletzt die derzeitigen Herausforderungen im Kontext der Digitalisierung und der Sozialen Medien sowie die soeben auf den Weg gebrachte Reform im Umgang mit Cannabis in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt sind, kam es zu den Abschlussstatements der Diskutierenden und somit zum Ende der Veranstaltung. 

Auf dem Rückweg in der S-Bahn bot sich die Gelegenheit, die Diskussion Revue passieren zu lassen und die Eindrücke untereinander auszutauschen. Eine tiefergehende Reflexion muss aber vermutlich bis zum nächsten Politikunterricht warten. Die Reaktion auf die Frage, ob die Schüler_innen die Veranstaltung für zukünftige Klassen empfehlen würden, ließ zumindest auf eine sehr gelungene und persönlich gewinnbringende Exkursion schließen. 

Da die Veranstaltung aufgezeichnet und auf YouTube veröffentlicht wurde, kann man die Diskussion bei Interesse unter folgendem Link nachschauen:

Text: Jonas Ben Mohamed (begleitende Lehrkraft der Fachschaft Politik)